
Kronen Zeitung
„KLUB HAT POTENZIAL“
Rapid holt 36-jährigen Dänen als neuen Trainer
Knapp vor Ablauf des alten Jahres hat Rapid auf der Trainersuche Nägel mit Köpfen gemacht. Der Bundesligist gab am Dienstagabend die Verpflichtung des Dänen Johannes Hoff Thorup bekannt. Der 36-Jährige tritt die Nachfolge des glücklosen Interimscoaches Stefan Kulovits an. Thorup unterschrieb einen Vertrag bis Ende der Saison 2026/27 mit Option auf eine weitere Spielzeit.
„Ich bin glücklich, dass wir mit Johannes Hoff Thorup eine Einigung erzielen konnten“, sagt Geschäftsführer Sport Markus Katzer. „Trotz seines jungen Alters konnte er bereits in Dänemark und England auf sehr hohem Niveau wertvolle Erfahrungen sammeln. Das Fußballverständnis von Johannes passt perfekt zu unserer Spielidee, ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm. Wir haben mit ihm in den letzten Wochen intensive und sehr konstruktive Gespräche geführt und sind überzeugt, dass wir gemeinsam erfolgreich sein können“, so der 46-jährige Wiener, der ergänzt: „In den nächsten Tagen werden wir auch noch gemeinsam das künftige Trainerteam für die Profimannschaft fixieren.“
„Klub hat großes Potenzial“
Offiziell vorgestellt wird Rapids neuer Chef-Trainer am 7. Jänner 2026 im Rahmen einer Pressekonferenz. Doch schon jetzt brennt der Däne auf seine neue Aufgabe. „Als ich das erste Mal vom Interesse des SK Rapid hörte, wusste ich sofort, dass ich mehr darüber erfahren möchte. Bei meinem Besuch im Verein und den Gesprächen mit den Verantwortlichen merkte ich rasch, dass dies genau der richtige Platz für mich sein könnte. Der Klub und die Mannschaft haben großes Potenzial, die Stadt Wien ist zudem großartig. Ich freue mich sehr auf meinen Start und die Arbeit beim SK Rapid. Wir möchten alle gemeinsam den Verein wieder dorthin bringen, wo er hingehört,“ so der 36-jährige Däne.
Hoff Thorup war selbst nie als Profi aktiv
Hoff Thorup, selbst nie als Profi aktiv, hatte bereits seit kurz vor Weihnachten als Favorit auf den Posten gegolten. Zuletzt war auch noch der 49-jährige Schwede Henrik Rydström im Rennen, der für den revolutionäreren Fußball-Ansatz des Relationismus (weitgehend kein starres Positionsspiel in der Offensive) gestanden wäre. Auch Hoff Thorup gilt als offensiv orientierter Trainer – und er ist der erste Skandinavier bei Rapid.
Rechnet man drei Interimscoaches weg, ist Hoff Thorup der 16. Rapid-Cheftrainer seit dem Jahr 2000. Erstmals seit dem Kroaten Vlatko Markovic Ende der 80er Jahre kommt der Coach der Hütteldorfer nicht aus Österreich oder Deutschland.
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